Bezahlen in Ungarn, Sie haben die Wahl – Euro, Forint, EC- oder Kreditkart?

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Ungarn trat 2004 der Europäischen Union bei. Trotzdem ist die offizielle Landeswährung immer noch der ungarische Forint. Erst im Jahr 2020 soll er (voraussichtlich) durch den Euro abgelöst werden.

Ungarn hält mehr als andere Staaten der Europäischen Union an seiner ursprünglichen Landeswährung fest. Während in Polen und Tschechien der Euro sich als gängiges Zahlungsmittel etablieren konnte, halten unsere ungarischen Nachbarn an ihren Forint fest.

Etwas anders schaut es in touristischen Gegenden aus, dort wird auch gern der Euro angenommen. Nach dem Motto: “Lieber viele Euros verdienen, als wenige Forint!“. In größeren Urlaubsregionen und Restaurants kann zwar Euro in bar gezahlt werden, allerdings mit dem Risiko beim Wechselkurs übers Ohr gehauen zu werden.

Generell jedoch ist Ungarn sehr “national” geprägt und stolz auf seinen Forint. Legen Sie sich deshalb stets ein ausreichendes Polster an Forint zu. Besonders für das Bezahlen an Tankstellen, Raststätten, Parkplätze oder für WC Gebühren sollten Sie circa 15.000 Forint parat halten.

Für Bußgelder muss der Urlauber Forint parat halten, sonst wird er bis zur Bezahlung festgesetzt, das Auto beschlagnahmt.

Wer das ungarische Geld noch nicht kennt, sollte sich zunächst mit den Scheinen und Münzen vertraut machen. Dadurch ist man weniger anfällig für verschiedene Geldwechseltricks, bei denen oft mit flinkem Finger große Scheine gegen kleine in der Hand ausgetauscht werden. Oft lassen sich tatsächlich Touristen verunsichern und glauben dem “fliegenden” Händler.

Das Umrechnen von Euro zu Forint und zurück kann am besten mit einer Smartphone App erledigt werden. Mit dieser können sie recht schnell einschätzen, ob ein bestimmter Preis für ein Produkt für Sie in Ordnung geht. Vergessen Sie nicht auch eine Übersetzungs-App zu installieren. Sie schützt vor der “Ich-nicht-verstehen” Masche.

Wenn höhere Beträge zu bezahlen sind, rate ich eine gängige Kreditkarte wie Visa oder MasterCard, zu nutzen. Alle größeren Hotels, Restaurants und Tankstellen in Ungarn akzeptieren Kreditkarten. Die jeweiligen Kreditkartenorganisationen erheben für den Umtausch lediglich eine Gebühr von 1-2% Prozent, was deutlich günstiger ist als die Gebühren beim Geldwechsel.

Bezahlen von Gruppen im Restaurant
In Ungarn ist es üblich, dass der Kellner die komplette Bestellung eines Tisches aufnimmt und nur eine einzige Rechnung ausstellt. Das bedeutet: ein Tisch – eine Bestellung – ein Rechnung.
Möchten Sie lieber getrennt zahlen, sollte das der Bedienung zum Zeitpunkt der Bestellung klar verdeutlicht werden. Ein späteres auf splitten der Rechnung wird von schwarzen Schafen gern genutzt um das eine oder andere Bier mehreren Gästen auf die Rechnung zu schreiben.

Achtung beim bezahlen mit EC-(/Maestro) Karten
Brauchen lediglich 30 Euro im Supermarkt um Kleinigkeiten für den nächsten Grillabend zu kaufen? Kein Thema. Aber wenn Sie die “falsche” EC- (/Maestro) Karte besitzen, addieren sich zu dem Kaufbetrag bis zu 7 Euro Gebühren für den Bankautomaten. Das summiert sich, denn Kleingeld benötigen Sie oft in unerwarteten Situationen.