Essen im Landsberger „Schnitzelhaus“

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Durch einen Tipp kamen wir zum „Schnitzelhaus“ in Landsberg. Unsere Vorfreude auf leckere Schnitzel war genau so groß wie unsere Erwartungen an ein „Schnitzel Fach-Restaurant“.
Es stand ein Geburtstag an und eine Idee für ein neues Restaurant musste her. Bedingung: Schnitzel muss es sein!

Für Schnitzel ist in Leipzig ist das „Schnizz“ unsere erste Adresse. Wie der Name vermuten lässt – im „Schnizz“ dreht sich alles um Schnitzel. Es ist ein Restaurant der Systemgastronomie, das Essen muss am Tresen bestellt und bezahlt werden, wie man es von McDonald kennt. Nur dass im Schnitz ein Servicemitarbeiter das fertige Gericht inklusive Getränke am Tisch serviert.

Das „Schnizz“ ist schon sehr gut, aber zum Geburtstag suchten wir diesmal etwas anderes. Das Schnitzelhaus vermittelte uns das Gefühl eines gemütlichen Restaurants, … also aufgemacht nach Landsberg.

Aber aufgepasst – das Schnitzelhaus befindet sich ca. 60 Minuten Autofahrt von Leipzig entfernt, was wir nicht wirklich gründlich durchdachten. Wenn ich in Leipzig mir den Bauch voll haue und mich danach kaum noch bewegen kann, bin ich nach 5 bis 20 Minuten endlich wieder zuhause. Landsberg befindet sich jedoch nicht in Sachsen wie Leipzig, sondern in Sachsen-Anhalt bei Halle. Die Rückfahrt war kein Spaß, einige Staus verstopften die Autobahn.
Man sollte die An- und Rückfahrt in die Bewertung des Schnitzelhauses einfließen lassen. War das Essen wirklich so perfekt, dass ich dafür freiwillig zwei Stunden auf der Autobahn verbringe?

Parkplatzsituation
Als Leipziger sind wir komplizierte Parkplatzsituationen gewohnt. Der Mangel an kostenlosen Parkplätzen kann jeden Restaurantbesuch versauen. Bei wem kommt schon Freude auf, wenn ein leckeres Gericht zwar nur 15 Euro kostet, aber das Parkhaus in der City 8 Euro verlangt?
Im Schnitzelhaus musst Du dir deswegen keine Sorgen machen. Auf dem dazugehörigen Parkplatz ist immer etwas frei.

Der erste Eindruck der Räumlichkeiten
Ein sehr uriges Ambiente tat seine Pforten auf, angenehm abgedunkelt.

Die Vielfalt auf der Speisekarte
Das Angebot erschlug uns geradewegs. Ich sah noch nie eine Speisekarte mit derart vielen Schnitzelgerichten. 71 verschiedene Schnitzelgerichte machen die Wahl nicht gerade einfach.

Wartezeiten
Obwohl das Schnitzelhaus voll war, stand unsere Bestellung nach 15 Minuten auf dem Tisch. Durch einen Spalt in der Küchentür sagen wir mehrere Köche werkeln.

Wie hat es geschmeckt im Schnitzelhaus?
An dem Punkt trennen sich die Geschmäcker. Ich selber war völlig zufrieden mit meiner Bestellung. Ein Schnitzel mit Tomatensoße, Oliven, Zwiebeln und Feta Käse überbacken. Sah lecker aus und schmeckte lecker.
Die beiden anderen Gerichte sahen ebenfalls lecker aus – waren aber zu dünn, schlecht gewürzt und auch noch hart.
Der Rosenkohl schmeckte teilweise bitter, die Beilagen fielen mager aus. Im Leipziger „Schnizz“ hingegen sieht es voller auf dem Teller aus, die Schnitzel sind besser zubereitet und es gibt leckeren Gurken- und Möhrensalat dazu. Im Landsberger Schnitzelhaus zahlen wir für 3 Schnitzel und 4x Cola 56 Euro. Im Leipziger „Schnizz“ kommen wir auf 43 Euro, die Portionen sind größer und die Heimfahrt mit dem vollen Magen dauert nur 20 Minuten, statt eine Stunde.

Fazit: Wenn wir nicht gerade in dieser Gegend auf der Durchreise sind, werden wir es nicht noch einmal besuchen.